Samstag, 18. November 2017

Glaube, so groß wie ein Senfkorn

Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen! Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berg sprechen: Hebe dich weg von hier dorthin!, und er würde sich hinwegheben; und nichts würde euch unmöglich sein.
Matthäus 17:20 SCH2000

Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand zu diesem Berg spricht: Hebe dich und wirf dich ins Meer!, und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass das, was er sagt, geschieht, so wird ihm zuteilwerden, was immer er sagt. Darum sage ich euch: Alles, was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteilwerden!
Markus 11:23‭-‬24 SCH2000

Eine Weile lang habe ich mich gefragt:
Was  ist dieses Senfkorn Glaube,  von dem Jesus redet? Habe ich diesen wenigen Glauben nicht? Passiert deswegen nichts, wenn ich für Leute um Heilung bete?
Und irgendwann in letzter Zeit dachte ich mal, dieses Senfkorn Glaube ist: der Schritt zum GEBET.
Ob wir beten oder nicht, zeigt, ob wir glauben oder nicht?
Glauben wir, dass GOTT etwas verändern kann? Meistens ist die Antwort hierauf:Ja!
Aber wird er das auch? Will er es überhaupt? Und hierauf ist die Antwort meist nicht mehr ganz so klar. Wir sind uns nicht sicher...
Wir wollen GOTT auch nichts vorschreiben und ihn nicht um etwas bitten, was nicht seinem Willen entspricht, aber mal ehrlich: Das ist absolut albern!
Es gab Zeiten, da hab ich für bestimmte Anliegen nicht gebetet, weil ich dachte, es entspricht sicher nicht GOTTES Willen, bspw. wenn ein unverheiratetes Paar sich Kinder wünscht. Aber ganz ehrlich: anscheinend schenkt GOTT auch vielen unverheirateten Paaren Kinder und es ist nicht meine Aufgabe mir Gedanken darüber zu machen, ob das gut oder schlecht, erlaubt oder nicht erlaubt ist... ICH kann GOTT zu gar nichts zwingen. Meine Gebete haben keine Macht über GOTT.
ER allein ermisst in welchem Umfang er meine Gebete erhört. Also erbitte ich auch Kindersegen für unverheiratete Paare - zumal ja auch fraglich ist, an welcher Stelle für GOTT Ehe beginnt.
Ja, ich bin absolut PRO verheiratet sein, aber ich glaube, EHE ist vielmehr eine Verbindlichkeit im Herzen. Es gibt Paare, die sind nicht verheiratet und haben das, genauso wie es verheiratete Paare gibt, die das nicht haben.
Dass ich trotz meiner Unsicherheiten diesbezüglich zu GOTT komme und ihn darum bitte, ist ein Zeichen meines Vertrauens darauf, dass ER das Richtige tun wird, es ist ein Zeichen meines Glaubens!
Anliegen nicht vor GOTT zu bringen ist ein Zeichen des Unglaubens: Ich traue GOTT nicht zu, dass er das Richtige entscheidet, deswegen entscheide ich es für ihn, indem ich ihn gar nicht erst frage.
Das ist nicht nur Unglauben, das ist Götzendienst: ich setze MICH auf den Thron, der GOTT allein gebührt.
Aber oft ist es auch einfach nur Angst, die mich abhält, vor GOTT zu kommen,der Gedanke: GOTT wird es sowieso nicht verändern (können). Das Senfkorn Glauben hier ist der Schritt,  diesen Gedanken zu überwinden und einfach trotzdem zu beten (und anschließend zu staunen!).
Es gibt noch einen weiteren Punkt, den ich für mich entdeckt habe, der massiv vom Glauben bzw. Gebet abhält : Stolz!
Wir glauben oft, wir kriegen es schon alleine hin, es ist eigentlich alles halb so wild.
Und dann gibt es noch falsche Demut: Mein Problem ist zu klein, als das ich das vor den großen GOTT bringen müsste. ER hat wahrlich Besseres zu tun.
All diese Gedanken sorgen dafür, dass wir eben nicht vor GOTT treten und eben nicht dieses kleine Senfkorn Glauben aufbringen.

Ihr seid begehrlich und habt es nicht,[...] doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet.
Jakobus 4:2 SCH2000

Die Wahrheit ist:  Es gibt nicht kleinen und großen Glauben, es gibt nur Glauben oder Unglauben!
Und ich glaube, was beide voneinander unterscheidet ist: GEBET!

Und das Schöne ist: hier kann man sich gut selber prüfen. Welche Anliegen bringst du nicht vor GOTT? Dort ist DEIN Unglauben angesiedelt und DORT ist die Stelle, wo du im Gebet dagegen vorgehen kannst.
Was mir geholfen hat, ist, so einfach es klingt, eine Liste mit allen Anliegen zu machen, die mir einfallen und einfach tagtäglich dafür zu beten. Meine Erfahrung ist, dass GOTT nicht unbedingt alles tut, was wir uns wünschen - ER verändert unsere Wünsche!
 Und das ist auch wunderbar :)

Herr, dir allein gebühren Lobpreis und Ehre. Du bist wunderbar und niemals zu durchschauen. Ich danke dir, dass deine Gedanken nicht unsere sind und dass du weit größer bist, als wir jemals erfassen können. Danke, dass du uns immer wieder ins Staunen versetzt und nicht müde wirst uns heimzusuchen mit all deinen Wundern!
AMEN

Montag, 13. November 2017

Jesus ist das ZENTRUM

"Die ganze Schrift deutet hin auf Jesus."
Diesen Satz hab ich noch nie so ganz begriffen, aber jetzt, wo ich das alte Testament lese, fange ich an, ihn zu verstehen.
Jesus ist das Zentrum der Schrift:
Man kann das alte Testament bzw den Gott des alten Testaments nicht verstehen ohne Jesus zu kennen und das neue Testament dreht sich ja sowieso nur um ihn.
Der Gott des alten Testaments ist furchteinflößend und ehrfurchtgebietend, eben ein WAHRER GOTT. Für mich bringt das alte Testament Gottes Heiligkeit zum Ausdruck: Man kann nicht mal eben zu Gott, ihn kurz um was bitten, ihn dann wieder tagelang vergessen und anschließend dafür wieder um Verzeihung bitten und dann ist alles wieder gut.
GOTT IST HEILIG! Nur Auserwählte dürfen überhaupt in seine Nähe und auch die nur, wenn sie sich mehrfach gereinigt und Buße getan haben. Und wenn jemand sich von Gott abwendet und auch nach mehrfacher Mahnung nicht zurück kehrt, dann wird er vernichtet. Gott hat es nicht nötig um unsere Aufmerksamkeit zu betteln.
GOTT IST HEILIG! Und er will, dass sein Volk auch heilig ist. Jeder, der innerhalb seines Volkes anderen Göttern "nachhurt", soll ausgerottet werden und nicht nur er, sondern gleich alle, die zu ihm gehören.
Wo Gottes Volk auftaucht, bleibt kein Stein auf dem anderen. Gott geht ihnen voran. Er schafft Raum für sein Volk und er duldet keinen in ihrer Mitte, der ihn nicht gebührend ehrt!
GOTT IST HEILIG! Es gibt nur einen Weg ihm zu gefallen und das ist Seiner! Alles soll genau so geschehen, wie er es wünscht. Jede Reinigung, jedes Opfer, jedes Fest! Gottes Volk hat eigentlich keine andere Beschäftigung als GOTT ZU GEFALLEN, damit hat es permanent zu tun oder zumindest seine Priester.
Ja, dieser Gott des alten Testaments hat es in sich. Er ist GEWALTIG, er ist MÄCHTIG und er ist ERBARMUNGSLOS!
ABER nur, wenn wir ihn OHNE Jesus betrachten. Ohne Jesus ist dieser Gott SCHRECKLICH, GRAUSAM und BRUTAL. Nicht nur mit seinen Feinden, auch mit seinem Volk, wenn es einen Fehler macht.
ABER es gibt Jesus. Jesus rückt Gott ins rechte Licht. Alle Gnade, alles Erbarmen zeigt sich in ihm.

Jesus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt; und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Johannes 14:6‭-‬7

Erst durch Jesus erkennen wir den Vater. Gott ist gestern, heute und morgen derselbe. Wir können nicht nur einen Teil nehmen und sagen, wir kennen ihn. Weder den "alten" Teil, noch den "neuen". Wir brauchen beides um Gott zu kennen. Das alte Testament ist durch das neue nicht hinfällig! Die Gesetze des alten Testaments sind nicht ungültig durch Jesus, sie wurden erfüllt durch ihn.
Die Größe von Gottes Gnade zeigt sich erst im Hinblick auf das alte Testament! Uns ist ja gar nicht klar, wie sehr Gott unsere ganzen Handlungen verabscheut, wenn wir nicht ins alte Testament schauen. Uns ist nicht klar, wie sehr Gottes heiliges Wesen sich von unserem unterscheidet und wie groß das Opfer von Jesus Christus ist, wenn wir nicht auf das alte Testament schauen.
Was Gott mit Jesus getan hat, ist schlichtweg unbegreiflich! Er hat nicht nur die Sünde für uns getragen. Gott hat sich über unser durch und durch schlechtes Wesen erbarmt und uns in Jesus eine Liebeserklärung geschickt:
Er könnte uns einfach vernichten. Er weiß, wir können seinen Anforderungen niemals genügen.
Es ist, als ob man ein Werkstück gefertigt hätte, dass einem nicht gefällt. (Nicht, weil Gott es nicht perfekt gemacht hätte, sondern weil es Eigenheiten hat, die es für den gedachten Zweck nahezu unfähig machen) Wir Menschen würden dieses Werkstück einfach weg schmeißen und ein neues anfertigen. Nicht aber Gott.

Und nun, so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.
Jesaja 43:1

DU BIST MEIN! Ich hab dich gemacht und du gehörst zu mir. Er behält uns, obwohl wir immer wieder das Ziel verfehlen. Er tritt für uns ein! Er schickt Jesus Christus um unsere Fehlbarkeit zu überwinden, um uns zu perfektionieren!
Wir sind keine fehlerhaften Werkstücke, ABER wir sind nicht komplett ohne JESUS CHRISTUS. Das zeigt sich im alten Testament immer wieder.
Ohne Jesus können wir nichts, wir sind NICHTS vor Gott, aber MIT IHM sind wir ihm ALLES!
Er will mit uns leben! Diese Entscheidung steht am Anfang, sie steht in der Mitte und sie steht am Ende! Als Gott all diese schlimmen Dinge im alten Testament tat, da wusste er bereits von Jesus, da stand bereits sein Plan uns durch ihn alles zu vergeben!
Und deshalb liebe ich diesen Gott! Das alte Testament lehrt mich dies umso mehr!

Ich danke dir Gott, dass du derselbe bist, gestern und heute. Ich danke dir, dass du uns auserwählt hast mit DIR zu leben von Angesicht zu Angesicht! Es ist mir eine Ehre!

AMEN

Dienstag, 31. Oktober 2017

Die unverzeihliche Sünde

Heute Nacht hatte ich einen Traum. Vom Teufel. Aber wider Erwarten war es kein Alptraum.
Der Traum war so abstrus, dass es keinen Sinn macht, ihn hier wieder zu geben, jedoch hat er mir etwas gezeigt :
Der Teufel tritt nicht auf als jemand, vor dem man Angst haben muss, er wirkt eigentlich ganz nett. Anfänglich ist man etwas skeptisch, aber dann kann man doch nichts großartig schlechtes an ihm finden. Er kennt sich sogar sehr gut aus mit dem Wort GOTTES, aber das macht ihn leider auch so gefährlich :Er verklärt das Wort und das Wesen GOTTES immer ein kleines Stückchen mehr, gerade soviel, dass wir zwar kurz skeptisch sind, aber dann doch denken : Es wird schon stimmen...
Und so tritt er auch in unserem Alltag auf:
Er ist die Stimme, die sagt:
"Du bist zu müde für deine Stille Zeit? Dann geh lieber schlafen. GOTT möchte doch auch nicht, dass du unausgeschlafen bist. Es liegt ihm doch daran, dass es dir gut geht. "
" Es ist doch kein Betrug, wenn Du jemandem eine CD mit christlichem Inhalt kopierst und gibst. Die Botschaft ist doch das wichtigste, schließlich geht es darum Reich GOTTES zu bauen... "
Das sind zwei Beispiele, die mir gerade aus aktuellem Anlass eingefallen sind. Momentan ist mein Gottesbild ein wenig im Umbruch. Ich lese gerade das alte Testament (zum ersten Mal wirklich am Stück) und lerne diesen ganz anderen GOTT kennen, der aber gestern, heute und morgen angeblich der Gleiche sein soll?! Anfänglich hab ich die ganz schlimmen Passagen etwas ausgeblendet, aber davon gibt es soviele, dass ich mich wohl oder übel damit beschäftigen musste:  ich kann ja nicht das ganze alte Testament ausblenden. Je mehr ich also in das alte Testament vordringe, desto mehr gelange ich zu der Erkenntnis, dieser GOTT lässt sich nicht verarschen.
GOTT ist der Gute, ja, aber er ist auch der Konsequente! Als Adam und Eva sich im Garten Eden haben von der Schlange verwirren lassen und anschließend das einzige Gebot übertraten, dass GOTT ihnen gegeben hatte, da hatte er kein Mitleid. Er sagte nicht: "Oh man, ihr Armen. Die Schlange hat euch ganz schön verwirrt und am Ende wusstet ihr nicht mehr, was Wahrheit und Lüge war..."
Nein, eigentlich sagte er:
"Ihr habt mein Gebot gekannt und es trotzdem übertreten. Die Gründe für diese Handlung interessieren mich nicht. Ihr wusstet genau, was passieren würde, deswegen werdet ihr jetzt raus geschmissen. "
GOTT ist da echt knallhart und ich fürchte, dieses Bewusstsein ist vielen von uns abhanden gekommen. Vor allem, wenn wir als Christen meinen, uns hauptsächlich mit dem neuen Testament beschäftigen zu müssen, weil das alte Testament für uns angeblich nicht mehr gilt. Welch ein Irrtum! GOTT lässt sich nicht lästern, das sagt sogar Jesus:

"Nicht jeder, der zu mir sagt: HERR , HERR! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: HERR , HERR , haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen !"
(Matthäus 7:21‭-‬23)

Es gab eine Zeit, da bereitete mir diese Stelle echt Bauchschmerzen, bis jemand zu mir sagte: "Wenn du dir die Frage stellst, ob Du einer von denen bist, bist du schon ganz sicher keiner von denen."
Das beruhigte mich irgendwie, aber jetzt denke ich: Ob das wirklich stimmt?!

"Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem ewigen Gericht verfallen."
(Markus 3:28‭-‬29)

"Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden."
(Matthäus 12:31)

Doch was ist die Sünde gegen den Heiligen Geist?
Ich glaube, es ist: GOTTES Geist haben und ihn auch laut hören und dennoch gegen die Gebote GOTTES zu handeln.
Jetzt wird jeder denken: 'Aber wer den Geist GOTTES hat und zu GOTT gehört, der handelt doch nicht absichtlich gegen GOTT!?'
An dieser Stelle möchte ich nochmal auf meine beiden Beispiele vom Anfang verweisen, die, so banal sie sind, trotzdem gegen die Gebote GOTTES verstoßen:

"Ich bin der HERR , dein GOTT . Du sollst keine anderen Götter neben mir haben - auch nicht den Schlaf!"

und

"Du sollst nicht stehlen - erst recht nicht bei deinen Geschwistern, auch nicht um mein Reich zu bauen! "

GOTT drückt kein Auge zu! Es ist eine Lästerung des Heiligen Geistes, sich Christ zu nennen und trotzdem nicht zu tun, was Christus gebietet. Oder anders ausgedrückt: Jesus HERR zu nennen, ihn aber trotzdem nicht als HERRN zu respektieren.
GOTTES Erbarmen besteht nicht darin, dass er über jeden kleinen Fehler hinweg sieht, er hat seine Gnade darin erwiesen, uns durch Jesus Christus eine zweite Chance zu geben. Das heißt aber nicht, dass wir diese nicht auch vermasseln können...

Was, wenn du und ich uns jetzt ertappt fühlen? Was, wenn wir nicht nur einmal diese unverzeihliche Sünde begangen haben? "Tut Buße. Kehrt um zu GOTT !"
GOTT ist eben nicht nur der Konsequente, er ist auch der Barmherzige, der Gnädige, aber er verlangt, dass wir Buße tun.

"Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns."
(1. Johannes 1:9‭-‬10)

Das ist der springende Punkt. Auch als Christen sind wir angehalten Buße zu tun. Uns ist nicht alles automatisch vergeben und wir können nicht so tun, als ob uns das alles nichts angeht und Jesus ja für alle unsere Sünden gestorben ist. Wir dürfen uns nicht, wie in meinen Beispielen oben, alles schön reden und uns immer auf die Gnade GOTTES berufen. Wir sollten auch die Konsequenz GOTTES im Auge behalten!
 Er liebte Adam und Eva sehr, dennoch trennte er sich von ihnen, nachdem sie ihm nicht gehorsam waren.
GOTT verlangt Gehorsam. Jedes seiner Gebote beginnt mit:
"Ich bin der HERR , dein GOTT! "
GOTT gibt sich nicht mit dem zweiten Platz in unserem Herzen zufrieden.

" Denn ich, der HERR , dein GOTT, bin ein eifersüchtiger GOTT , der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten."
2. Mose 20:5‭-‬6)

Das Schöne daran ist : Wenn GOTT den ersten Platz in unserem Herzen hat, hat darin auch alles Platz, was er verkörpert : Liebe, Frieden, Freude... (Früchte des Heiligen Geistes)

Also, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich möchte diesen GOTT ganz neu in mein Herz einladen und alles räumen, was ihm den Platz versperrt.

Vater, vergib mir, wo mir deine Gnade billig geworden ist. Wo ich leichtfertig aufs Spiel gesetzt habe, was Jesus teuer für mich bezahlt hat. Ich bete, dass Du mein Herz neu machst, dass Du den Platz einnimmst, der Dir gebührt. Ich möchte HERR zu Dir sagen und es aus tiefstem Herzen meinen, ja es spüren, dass mein ganzes Sein Dir gehorsam ist. Ich möchte die Fülle Deines Wesens in mir fühlen. Führe mich dorthin!
Amen

 


Dienstag, 17. Oktober 2017

Bibel lesen im Alltag

Heute mal ein kurzer Post, für alle, die zu wenig Zeit zum Bibellesen haben:

Es gibt so Momente, da surfe ich nur aus Dummdideldei im Internet. Ich habe ursprünglich irgendwas nachgeschaut und dann führt eins zum anderen und ich bin mitten im Internetstrudel. Vielleicht geht es dem einen oder anderen ja auch so?! Neuerdings merke ich genau, wann dieser Punkt erreicht ist und dass das der Punkt ist, wo ich anfange mein Gehirn mit sinnlosen Pseudoinformationen zuzumüllen. UND das ist der beste Zeitpunkt zum Bibellesen!
Denn, wenn schon was rein ins Gehirn, dann doch etwas Gutes :)



Es ist übrigens in der Tat erstaunlich, wie oft am Tag ich seither dazu komme, Bibel zu lesen:)

Danke Vater für diesen Impuls!
AMEN

NACHTRAG: Bibellesen ist für mich, wenn ich es eine Weile nicht getan habe, ein absoluter Gehorsamsschritt. Oft spricht Gottes Wort eine ganze Weile nicht zu mir. Nicht, weil Gott nicht zu mir sprechen würde. Ich glaube, es liegt daran, dass ich schnell "verlerne" ihn zu hören, aber wenn ich diszipliniert bin und dran bleibe und wirklich Tag für Tag ein paar Kapitel lese, dann kommt irgendwann der Punkt, wo ich mich wieder mitten in Gottes Gegenwart befinde. Wo ich vor Antworten, die er mir gibt, kaum Luft holen kann und er mir eine Offenbarung nach der anderen schenkt: über ihn, über mich, über die Welt... Und dann verändern sich die Dinge, ich verändere mich und merke, wie ich ihm immer näher komme... Und das alles nur durch diesen kleinen Akt des Gehorsams. Ich ermutige euch also: Findet diesen Moment im Alltag und nutzt ihn! GOTT ist es wert:)

Samstag, 16. September 2017

Matthäus 5,37: JA oder NEIN?

Gerade habe ich einen älteren von mir vorbereiten Beitrag gefunden, den ich gerne, wenn auch spät, noch teilen möchte, zur Ermutigung, als Zeugnis und vor allem, weil es vielleicht nicht soviele Leute gibt, die darüber offen sprechen:

30.Mai 2016

Es sei aber eure Rede: Ja, ja! Nein, nein! Was darüber ist, das ist vom Bösen.
Matthäus 5:37

Sehr lange hab ich diesen Satz nicht richtig verstanden. Also, es war mir irgendwie klar, dass er bedeutet, dass wir zu unserem Wort stehen sollen und nicht heute so und morgen so sagen sollen, aber die Wichtigkeit dieses Satzes ist mir jetzt gerade einmal richtig eingeleuchtet.
Johannes Hartl meinte mal in einem seiner Vorträge, dass er auch deshalb empfiehlt keinen Sex vor der Ehe zu haben, weil es das Entscheidungsvermögen eines Menschen massiv beeinträchtigt und sich gute Entscheidungen weniger auf Gefühle als Grundlage stützen können, sondern vor allem so weitestgehend wie möglich aus Vernunft getroffen werden müssen. Aus Vernunft oder eben auch dem Gehorsam Gott gegenüber.
Mir ist dieses Argument damals schon sehr schlüssig vorgekommen, aber jetzt hab ich selber mal erlebt, wie wichtig es ist sich in schweren emotional sehr instabilen Zeiten an Entscheidungen festzuhalten, die man getroffen hat, als man noch einen klaren Kopf hatte.
Ich bin ja gerade schwanger mit Kind Nummer 4. Das war nicht ganz so gedacht, ist jetzt aber so und es stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte dieses Kind nicht zu bekommen,nur weil es jetzt nicht in unsere Planung hinein passt. Trotzdem hatte ich anfänglich ganz schön mit der Umstrukturierung meiner Pläne zu kämpfen und habe es teilweise noch. Auf die ersten drei und die ganze Zeit, die dabei "drauf geht" jedes davon zwei bis drei Jahre Zuhause zu behalten, um ihm einen emotional stabilen Start ins Leben zu ermöglichen war ich voll und ganz eingestellt. Und jetzt nachdem Nummer drei nächstes Jahr drei wird,war ich voll und ganz darauf eingestellt nächstes Jahr endlich mein Studium zu beenden und rauszufinden, was Gottes Plan für meine "berufliche" Zukunft ist. Ich hab mich gerade auch sehr frei gefühlt: kein Kind mehr gestillt. Alle halbwegs selbstständig und "unabhängig"  von mir und meine Abendplanung war auch endlich wieder unabhängig von den Kindern.
Und dann: SCHWANGER. Es ist mir klar, dass man nicht von alleine schwanger wird, andererseits wird man üblicherweise auch nicht sofort schwanger, wenn man sich mal etwas verkalkuliert. Es gibt Leute, die versuchen jahrelang schwanger zu werden und ich frage mich echt, warum bei uns einmal reicht? Ich kann darin wohl nichts anderes als Gottes Absicht erkennen. Ich hatte mir mein Leben mit drei Kindern ausgemalt, aber er hat wohl mehr geplant.
Anfänglich hab ich mich auch echt darüber gefreut, obwohl das auch für unsere Ehe erstmal eine Belastung darstellte, aber dann kam die volle Hormondröhnung in der 6.Woche und es ging mir noch nie so schlecht wie in dieser Schwangerschaft. Gerade die ersten zwei Wochen ging gar nichts mehr: mir war den ganzen Tag übel, sogar nachts konnte ich teilweise nicht schlafen, weil es mir so schlecht ging. Hinzu kam, dass ich so kraftlos war, dass ich den ganzen Tag hätte schlafen können. Nachts kamen dann mitunter noch starke Bauchkrämpfe dazu und ich dachte teilweise, dass ich morgens sicher in einer Blutlache liegen würde und das Kind nicht mehr da wäre. Aber das wirklich schlimme daran war, dass ich diesen Gedanken als ungemein erleichternd empfand, wodurch ich mich gleich noch schlechter fühlte. Nachdem mich schon Gedanken einnahmen,  wie ich einen Schwangerschaftsabbruch natürlich herbei führen könnte,  weil ich es einfach nicht mehr ertragen konnte, legte ich Gott das alles vor die Füße und sagte ihm, dass das so nicht gänge. Dass ich diese Schwangerschaft so nicht ertragen könnte, auch weil ich keinerlei Kapazitäten für meine anderen Kinder,  geschweige denn für den Haushalt oder irgendwas hatte.
Und dann wurde es eine Weile etwas besser... Fest steht: ich weiß nicht, was ich in dieser Zeit fähig gewesen wäre zu tun, wenn ich nicht schon vorher eine Entscheidung FÜR dieses Kind getroffen hätte. Und ich war Gott unheimlich dankbar, dass ich wusste, er steht hinter dieser Entscheidung und egal, wie ich mich fühle, er passt auf dieses Kind auf, weil ich eine Entscheidung getroffen hatte. Ich wusste, selbst in diesen finstersten Momenten nimmt dieses Kind keinen Schaden, weil es von Gott und allen Gebeten getragen wurde, in einer Zeit, wo ich es nicht tragen konnte.
Nach wie vor fühle ich mich wirklich am Ende meiner Kräfte,  aber es scheint, als ob Gott es Stück für Stück auflöst und ich weiß, es wird der Punkt kommen, an dem ich mich echt über diese Schwangerschaft freuen kann, aber bis es soweit ist, weiß ich auch, Gott hält es in der Hand.
Weil ich zu meinem Wort stehe, tut er es auch, denn...
"Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit."
(1. Johannes 1,9)

Mittlerweile ist Kind Nr. 4 (und damit Tochter Nr. 2:)) 9 Monate alt und aus unserer Familie nicht mehr wegzudenken. Obwohl die Schwangerschaft bis zum Ende eine echte Qual war, ist das Ergebnis ein großer Segen! In jeder Hinsicht! Sie hat uns als Familie näher zusammen geführt, weil mein Mann zum ersten Mal 7(!) Monate Elternzeit gemacht hat. Sie stellt die meisten Erfahrungen, die wir mit 3 Kindern schon gemacht haben absolut in Frage und erfrischt damit das Elterndasein nochmal und Gott hat mir zugesprochen, dass sie ein Geschenk ist und dass ich mich in besonderem Maße um sie niemals sorgen muss, weil er sie versorgt. Das macht sich zum Bsp darin bemerkbar, dass ich für sie noch nie ein einziges Kleidungsstück kaufen musste (obwohl ich alle Babysachen schon weg gegeben hatte)  und wir von allen Seiten soviel geschenkt und geliehen bekommen, dass trotzdem ein totaler Überfluss herrscht.

Gott, ich danke dir sehr für unser kleine Sonne ☀ und für all deine Zusagen, die gültig sind - gestern, heute und morgen! Danke, dass du der beständige Fels in der Brandung bist, egal wie stark das Meer tobt!
AMEN

Freitag, 15. September 2017

GOTT ist ein Ermutiger!

Oft geht es mir in letzter Zeit so, dass ich mich zumindest NACH Situationen frage: Was hätte Jesus getan?
Bis ich dies verinnerlicht habe und danach handle, wird wohl noch einiges an Zeit vergehen und bis ich es tatsächlich schaffe, mich das VOR Situationen schon zu fragen, liegt noch ein langer Weg vor mir, aber das ist heute nicht das Thema.
Das Thema ist: Gott ist ein Ermutiger!
Und das vergesse ich nicht nur in Situationen, wo ich selber mal wieder Mist gemacht habe, sondern vor allem in Situationen, wo andere Mist gebaut haben.
Ein aktuelles Beispiel: Vor zwei Tagen ist unsere Autobatterie kaputt gegangen. Zugegebenermaßen war sie schon angeknackst und dann habe ich zu allem Übel noch zehn Minuten im Auto telefoniert und dabei das Licht angelassen ohne den Motor anzuschalten. Das Ende vom Lied war, dass nichts mehr ging, als ich losfahren wollte :(
Wie immer,  wenn irgendwas mit dem Auto ist, trug ich dies Problem dann sofort am meinen Mann heran, der verständlicherweise nicht sehr erfreut darüber und auch echt sauer auf mich war.
Nun gut. Die Kinder und ich hatten noch einiges an Programm an dem Nachmittag. Mein Mann rief einen seiner Kumpels an und verabredete sich mit ihm um zu schauen, ob sich die Batterie nochmal aufladen lassen würde. Da er aber Donnerstags "Aufpassdienst" für unser zweitjüngstes Kind hat und er dies noch abholen musste,  war er noch nicht zuhause, als sein Kumpel bereits bei uns war. Dieser hatte es anscheinend eilig oder war ungeduldig und nach einer kurzen Wartezeit fuhr er wieder fort, bevor mein Mann überhaupt zuhause war. Daraufhin war mein Mann nicht mehr nur sauer auf mich, sondern auch noch auf seinen Kumpel. An diesem Abend war er für mich wirklich schwerlich noch zu ertragen.
Am nächsten Morgen war die Laune noch immer nicht besser und so langsam wurde ich auch ein wenig wütend darüber und ließ die eine oder andere Spitze los, bevor ich die Kinder in den Kindergarten schaffte. Dass er auf mich sauer war, leuchtete mir ja noch halbwegs ein, aber dass er nicht mal seinen Kumpel angerufen und sich für die Verspätung entschuldigt oder nachgefragt hatte, warum er so schnell los musste, sondern stattdessen quasi nicht mehr mit ihm redete, weil er sauer war - diese verdrehte Wirklichkeit war mir völlig unverständlich!
Auf meinem Rückweg, den ich neuerdings gut für eine kurze Gebetszeit zu nutzen weiß, fragte ich mich und vor allem Gott:
'Was würdest du tun in dieser Situation? Mein Mann ist relativ grundlos wütend auf mich, aber vor allem ungerechtfertigt wütend auf seinen Kumpel und zeigt keinerlei Einsicht. Wie gehe ich damit um? '
Natürlich, Beten ist immer das erste, was zu tun ist! Aber was war ganz praktisch zu tun? Und Gott sagte zu mir: Dasein und Zuhören. Mehr ging in dieser Situation nicht. Aber selbst das verlangte ja schon einiges. Meine eigene Wut beiseite schieben und da sein! Dass ich das nicht ganz ohne schnippischen Kommentar gepackt habe, brauch ich wohl nicht erwähnen *lach,  aber zumindest das mit dem Zuhören konnte ich in die Tat umsetzen und es zeigte sich, dass es genau das war, was mein Mann jetzt mal brauchte und dass noch wesentlich mehr hinter seiner Wut steckte, als das Offensichtliche und mein mangelndes Einfühlungsvermögen hatte die Situation nicht gerade verbessert. Prompt fand sich auch eine unerwartete Lösung für das Problem - meine Eltern erklärten sich sofort bereit uns eine neue Autobatterie zu besorgen, mit der Anmerkung, dass wir Ihnen dass IRGENDWANN einmal zurückzahlen können. Fantastisch, wie die Dinge sich regeln, wenn man Gott fragt, was zu tun ist.
Ich könnte noch einige andere Beispiele nennen, aber worauf ich hinaus will, ist:
Gerade, wenn andere Menschen sich so benehmen, dass wir nur den Kopf schütteln können, ist Jesus in uns gefragt. Er ist geduldig. Er hört zu. Und wenn es passt, ermutigt er. Niemals hat Jesus (mit Ausnahme der Pharisäer) jemanden runter gemacht, jemanden beschimpft oder abgestempelt. Seine Taktik ist Liebe und Liebe ermutigt. Also, das nächste Mal, wenn Du auf jemandem wütend bist oder jemandes Verhalten nicht verstehst, überlege doch mal, wie du diese Person ermutigen kann bzw was es ist,  was diese Person jetzt am meisten braucht :)

Jesus, danke, dass du bist wie du bist. Dass du ermutigst, dass du hoffst und nicht aufgibst, wo ich nur den Kopf schüttel. Und danke, dass du stetig in mir arbeitest und mich mehr und mehr zu einem Abbild deines Selbst verwandelst!
AMEN

Freitag, 11. August 2017

Love keeps no record of wrongs - Liebe rechnet das Böse nicht zu

Steht im Korinther Brief 13, Vers 5. Und gerade fiel mir noch einmal die Diskussion ein, die ich mal in meinem alten Hauskreis hatte bezüglich dieser Stelle. Jemand meinte, dass das nicht sein kann. Man kann doch nicht vergessen, dass der andere einen verletzt hat und so tun, als wäre nichts gewesen.
Ich glaube, damals hatten wir uns darauf geeinigt, dass es so wahrscheinlich nicht gemeint war und dass man zwar verzeihen soll, aber nicht vergessen und sein Herz behüten muss.

Gerade hab ich noch einmal darüber nach gedacht und ich glaube, es ist genau so gemeint, wie es dort steht:
Ich sehe Jesus, wie er am Kreuz hängt und nicht mit jedem Recht DIESER Welt sagt: "Verflucht seid ihr alle, die ihr den Sohn Gottes tötet."
Nein, das sagt er nicht. Trotz ALLEM, was sie, was wir ihm angetan haben,  rechnet Gott uns unsere Fehler nicht an, rechnet Jesus am Kreuz diese Fehler nicht an und bittet :"Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. "
Und die Wahrheit dieses Satzes wird mir gerade bewusst: Nein, sie wussten es nicht! Sie wussten nicht, dass dies der Sohn Gottes ist, denn sonst hätten sie ihn nicht getötet. Das Evangelium ist eine Torheit denen, die es nicht erkennen.
Und so ist es auch im Leben:Wir verrennen uns. Manche mehr, manche weniger, aber wir können nicht aus uns heraus. Wir können die Dinge nicht anders, als durch unsere Augen sehen. Insbesondere nicht dann, wenn wir Gott nicht kennen. Wenn wir ihn kennen, dann ist es soooo notwendig, dass unser altes Ich mit Jesus am Kreuz stirbt und zwar weil sich sonst unser Blick niemals verändert. Solange wir die Dinge durch unsere Augen betrachten, geht es immer um uns, aber als Christen sind wir gefragt, die Dinge durch Gottes Augen zu betrachten. Nicht auf unser eigenes Recht zu pochen, was es übrigens objektiv auf dieser Welt nicht gibt, sondern: zu lieben.
Und das heißt: KEINE FEHLER ANZURECHNEN -  man könnte auch sagen: die Dinge nicht persönlich zu nehmen. Denn das ist das, was Jesus am Kreuz tut.
Er weiß: Sie greifen ihn nicht als Sohn Gottes an, sondern als das, was sie in ihm sehen und sie sehen ihre eigenen Unzulänglichkeiten:
'Er tut Wunder im Namen Gottes und wir können das nicht?  Das wird unsere Autorität untergraben, wir müssen ihn loswerden. '
Wenn sie ihn erkannt hätten als der, der er war und ist, der, auf den sie seit Jahrhunderten schon warten, sie wären anbetend vor ihm auf die Knie gefallen.
Jesus hat das erkannt und es ihnen nicht angerechnet, sondern für sie gebetet. Dass sie es erkennen würden, dass Gott sich über sie erbarmt, weil sie nicht wussten, was sie taten, weil sie nicht wussten, wen sie da kreuzigen.

Ich wünsche mir dieses Herz wie Jesus. Ein Herz, dass nicht auf sich schaut, sondern nur auf den anderen. Ich rieche förmlich die Freiheit, die darin liegt. Die Freiheit, zu der Jesus uns berufen hat und doch zerrinnt sie immer wieder zwischen meinen Fingern.
Ich möchte sie ergreifen, ja, ich möchte eine geduldige Mutter sein, eine geduldige Ehefrau, eine geduldige Tochter,  eine geduldige Freundin und überhaupt ein geduldiger Mensch, aber mir fehlt die Konsequenz auf Jesus zu schauen, viel mehr noch: durch ihn zu schauen, durch seine Augen.
Und so kämpfe ich, jeden Tag,  manchmal bin ich es leid, manchmal ertrage ich es, aber manchmal, so wie heute, sehe ich auch, dass Jesus neben mir ist, dass er mich anlächelt, nicht belächelt, nicht mit dem Kopf schüttelt, weil ich es immer noch nicht begriffen habe,  nein, er sieht mich liebevoll an, reicht mir seine Hand und sagt:
"Ich rechne dir deine Fehler nicht an. Du kannst weiter jeden Tag kämpfen und ich kämpfe mit dir, oder du kannst einfach meine Hand nehmen und dann kämpfe ICH FÜR DICH! "
Und solange ich weiterhin dieses Angebot nicht annehme, solange steht er trotzdem für mich ein. Solange hängt er am Kreuz und bittet Gott geduldig mit mir zu sein, mir zu vergeben, weil ich mich verrannt habe und weil ich nicht weiß, was ich tue.

DANKE JESUS!
AMEN